Ihre Gerinnungsambulanz stellt sich vor

Rüdiger Kutschkow

Dipl. Biol. Rüdiger Kutschkow

In unserer Gerinnungs­­ambulanz haben wir uns auf die Diagnostik und die Therapie von Erkrankungen im Bereich der Hämostaseologie (Blutgerinnung) spezialisiert. Die Hämostase ist ein komplex­es System von hauptsächlich Proteinen die aus gerinnungs­fördenden, sogenannten pro­koa­gulato­rischen Faktoren und aus gerinnungs­hemmenden, sogenannten anti­­koagulatorischen Faktoren besteht. Dieses Gerinnungs­­system ist im physiologischen Zustand ausbalanciert, so dass unterschwellig auftretende Gerinnungs­vorgänge durch entsprechende gerinnungs­hemmende Prozesse begrenzt werden. Bei Verletzungen zum Beispiel kommt es zu einer verstärkten Aktivierung des Systems, so dass die pro­koa­gula­torischen Anteile überwiegen um einen Wund­verschluß zu erzeugen. Damit diese Aktivierung auf den Ort der Verletzung begrenzt bleibt und es nicht zu über­schießenden Reaktionen kommt, treten die Anti­kogulatoren auf den Plan und sorgen durch Inaktivierungs­­prozesse zu eben dieser lokal begrenzten Antwort des Hämostase­­systems.

Im komplexen System der Gerinnung kann es zu vielfältigen Veränderungen kommen, die dann unter anderem durch Mangel an Gerinnungs­faktoren zu einer Blutungs­neigung führen oder durch Störung der Inaktivierungs­vorgänge eine Thrombose­neigung begünstigen.

In diesem Umfeld ist es unser Ziel mittels einer ziel­gerichteten Diagnostik die Ursachen einer Hämostase­störung aufzudecken und darauf basierend unseren Patienten und den behandelnden Kollegen therapeutische Optionen an die Hand zu geben. Als Arzt mit langjähriger Berufserfahrung im Bereich der Hämostaseologie sowohl in der Klinik als auch in der ambulanten Praxis kann ich meinen ärztlichen Kollegen und meinen Patienten eine kompetente sowie fundierte Beratung und Behandlung anbieten.

Wer profitiert von einer hämostaseologischen Diagnostik?

Dom

Kölner Dom

Bei Patienten mit einer Blutungs­neigung, seien es post­operative Blutungen, auch nach Zahn­eingriffen, vermehrte Hämtom­neigung oder auch eine Hypermenorrhoe, reicht die üblicherweise durchgeführte Bestimmung von Quick und PTT in der Regel nicht aus. Erst eine weiter­führende Diagnostik mit vor allem Bestimmung der einzelnen Gerinnungs­faktoren kann häufig einen Gerinnungs­defekt aufdecken und hierdurch therapeutische Optionen zur Verfügung stellen.

Von einer Throm­bophi­lie­­dia­gnostik können viele Pa­tien­ten­­grup­pen profitieren. Bei Menschen mit einem thrombo­­embo­li­schen Ereignis sollte diese Dia­gnostik zur Ab­schätzung einer The­rapie­­dauer mit Anti­koa­gulan­tien aber auch des fami­liären Risi­kos erfolgen. Ebenso ist bei Pa­tien­ten, bei denen im näheren fami­liären Umfeld Throm­bose­­ereig­nisse auf­getre­ten sind, eine solche Über­prüfung empfeh­lens­wert um eine Risi­ko­ab­schätzung durchführen zu können. Ins­beson­dere bei Frauen vor oder bei Einnahme von östro­genhal­tigen Prä­para­ten, also vor allem der „Pille“, ist hier eine Unter­suchung auf throm­bophi­le Risi­ko­­marker sinn­voll.

Darüber hinaus können auch Frauen bei Zustand nach Fehl­geburten von einer Thrombo­phili­e­diagnostik profitieren und bei Nachweis einer Thrombophilie einer suffizienten hämostaseologischen Therapie zugeführt werden.

Zur Durchführung der Diagnostik hat es sich bewährt, dass die Patienten sich persönlich in unserer Praxis vorstellen. Dies ist aufgrund der Empfindlichkeit der Parameter aber auch zur Erhebung einer ausführlichen Anamnese sinnvoll. Sollte dies nicht möglich sein, kann auch eine Probenabholung oder, mit Einschränkung, eine Postzusendung erfolgen. Vordrucke für die Anamnese­erhebung und einen Labor­anforderungs­schein finden Sie unter Downloads. Bitte beachten Sie auch die Angaben unter dem Stichpunkt Abholung.

Hier können Sie sich unseren Info-Flyer herunterladen.